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125 bewegte Jahre (1997 - 1999)

Erste offizielle Fahrt der Saarbahn

Inbetriebnahme, Sarreguemines - Ludwigstraße, 24.10.1997

Inbetriebnahme, Sarreguemines - Ludwigstraße, 24.10.1997

Nach knapp 2 1/2 Jahren Bauzeit konnte bereits am 24. Oktober 1997  das erste rund 19 km- lange Teilstück  der gesamten Saarbahnstrecke – Sarreguemines bis Saarbrücken-Ludwigstraße – unter großem Beifall der Bevölkerung in Betrieb genommen werden.

Der Bau der war der Auftakt für ein komplett neues Nahverkehrssystems, denn es verband erstmals die Zweisystem-Technik von 750 Volt Gleichstrom und 15.000 Volt 16 2/3 Hertz Wechselstrom mit moderner Niederflurtechnik

Die Fahrzeuge

Die neuen Fahrzeuge bieten Fahrgästen mehr Raum und Komfort. In jedem der 37 m langen Fahrzeuge stehen 96 Sitz-und 147 Stehplätze zur Verfügung.

Bus- und Bahnbetrieb wurden aufeinander abgestimmt und ein neues einheitliches Tarifsystem mit einem gemeinsamen Fahrschein entwickelt.

Die Fahrgastzahlen von 1998 belegen, dass mit 40,9 Millionen Fahrgästen das Saarbahn bereits im ersten Jahr ein voller Erfolg war. Besonders an den Wochenenden trug die Saarbahn auch zur deutsch-französischen Begegnung bei.

Die Saarbahn auf dem Weg nach Sarreguemines

Die Saarbahn auf dem Weg nach Sarreguemines

Zügig ging es weiter

Umbau

Umbau Josefsbrücke

Zügig ging der Ausbau voran: Die Josefsbrücke mit Gleisanlagen, Oberleitungen, Fußgänger- und Radweg wurde im Juni 1999 fertiggestellt und stellt die Bahnverbindung vom Unteren ins Obere Malstatt her.

DieStahlverbundbrücke mit einer freien Spannweite von 54 Metern stellt einen Meilenstein beim Saarbahn-Bau dar. Ihr Mittelteil besteht aus zwei parallelen Stahlhohlkästen. Von Widerlager zu Widerlager erstreckt sich die Brücke über 80 Meter. Ihre Konstruktionshöhe beträgt 2,90 Meter, die Gesamtbreite 12,60 Meter.

Über die Josefsbrücke überwindet die Saarbahn eine Steigung von 7%. Vom Abzweig der bisherigen Saarbahn-Endhaltestelle Ludwigstraße bis zum Cottbuser Platz wurden Schienen auf einer Gesamtlänge von 425 Metern neu verlegt. Für den Bau der neuen Brücke, einer Anbindung an den Saardamm sowie der Haltestelle „Cottbuser Platz" waren Investitionen in Höhe von 25 Millionen DM erforderlich.

Umbau Josefsbrücke

Umbau Josefsbrücke

Parallel hierzu lief der Bau des Anschlussgleises Richtung Messegelände. Der Anschluss an den „Saardamm" im Bereich der Josefsbrücke eröffnet der Saarbahn weitere Perspektiven wie beispielsweise die Nutzung der DB-Strecke links der Saar.

Die Haltestelle Cottbuser Platz wurde am 31. Juli 1999 von dem damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Reinhardt Klimmt eröffnet.