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Verkehrsmittelwerbung im Wandel

Reklame gab es bei der Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal AG nachweislich bereits 1910. Anfangs trugen die Straßenbahnwerbung lediglich dezente Seitenscheibenwerbung. In den 20er Jahren folgte die Belegung der Fahrzeuge mit Dachaußenwerbung und loser angebrachter Plattformwerbung. In den folgenden Jahrzehnten kamen die Reklamewagen in Mode, die sich bis Anfang der 60 er Jahre hielt.

Die Zeit des Wirtschaftswunders

Die Lackierung der Straßenbahnseitenflächen erfolgte ab den 50er Jahren und auch die Busse wurden als Werbeträger entdeckt. Interessant ist, dass nach der Rückgliederung an die Bundesrepublik Deutschland sich auch die angepriesenen Produkte änderten. Die regionalen Produkte des täglichen Bedarfs verloren zu Gunsten der Artikel aus der Zeit des Wirtschaftswunders: Coca-Cola ist hier ein Beispiel. Ebenso durften politische Parteien Werbung betreiben. Das Bild mit der Werbung von Konrad Adenauer belegt dies. Auch alkoholische Getränke und Tabakwaren wurden beworben. Dies änderte sich erst in den 80er. 

Flower Power 

In den 70er Jahren war der "Popi-Bus" Sinnbild seiner Zeit. Der technische Fortschritt machte es möglich, die Busse mit Folie komplett zu belegen. Die Werbeanbringung wurde erleichtert und die Motive orientierten sich nun auch an aktuellen, wechselnden Produktkampagnen.

Busse und Bahnen heute 

Seit einigen Jahren stehen unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsvorgaben die gesamten Bus-und Bahnflächen für eine Beschriftung zur Verfügung. Die Scheiben werden dabei mit einer besonderen Lochfolie beklebt. 2008 wurden auch die Saarbahnen für Außenwerbung entdeckt.