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Saarbahn reagiert auf tätliche Angriffe

Freitag, 25. November 2016

„Mit großer Sorge beobachten wir die Häufung von tätlichen Angriffen auf unser Fahrpersonal. Dagegen müssen und werden wir Maßnahmen ergreifen." Mit diesen Worten kommentiert Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger die vermehrten gewalttätigen Angriffe auf das Fahrpersonal des Saarbrücker Verkehrsbetriebes.

Hintergrund: Innerhalb der vergangenen Woche kam es zu drei tätlichen Übergriffen, zuletzt am späten Donnerstagabend des 24. November 2016, als eine Busfahrerin bei der Kontrolle der Fahrscheine verbal attackiert und schließlich mit Orangensaft überschüttet wurde. 

„Pöbeleien und Beleidigungen gehörten mittlerweile leider zum Alltag der Bus- und Stadtbahnfahrer“, so Edlinger. Die erhöhte Gewaltbereitschaft einiger weniger Fahrgäste sei jedoch besorgniserregend und stelle zudem eine große psychische Belastung für Fahrgäste und Personal dar. Dies gelte auch für Kontrolleure, welche ebenfalls in dieser Woche Opfer von tätlichen Angriffen waren.

"Wir prüfen bereits die Möglichkeit, externe professionelle Sicherheitskräfte für Kontrollen einzusetzen. Darüber hinaus müssen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch intensiver auf derartige Situationen etwa durch spezielle Schulungen vorbereiten.", informiert Edlinger. Schon jetzt gäbe es in allen Bahnen und fast allen Bussen der Saarbahn Kameraüberwachung auch zur Prävention von Straftaten. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Mitarbeiter hat für uns absolute Priorität." Die Saarbahn bringt alle Vorfälle zur Anzeige und spricht zum Schutz ihrer Fahrgäste und Mitarbeiter gegenüber den Tätern ein Hausverbot in ihren Zügen und Bussen aus. Das heißt, diese Personen dürfen die Fahrzeuge der Saarbahn nicht mehr betreten.