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Die Saarbahn-Werkstatt

Anfang September 2012 wurde die Saarbahn-Werkstatt in Brebach offiziell in Betrieb genommen.

Saarbahn-Werkstatt mit Abstellanlage in Brebach

Werkstatt ost und Werkstatt Brebach

Werkstatt Ost und Werkstatt Brebach im Vergleich

Nach 38-monatiger Bauzeit wurde die Saarbahn-Werkstatt mit Abstellanlage am 3. September 2012 offiziell in Betrieb genommen. Erstmals konnten hier die Bereiche Wartung, Instandhaltung, Reparatur, Reinigung sowie Abstellung der Saarbahn-Fahrzeuge an einem Ort gebündelt werden. Es handelt sich – neben dem Saarbahn-Weiterbau – um das seit Jahren größte Infrastrukturprojekt der Saarbahn Netz GmbH.

Der Einweihung vorausgegangen waren jahrelange Untersuchungen, Planungen und Vorbereitungen.

Auf dem Weg zur neuen Betriebsstätte

Seit der Inbetriebnahme der ersten Saarbahn-Teilstrecke im Herbst 1997 erfolgte die Instandhaltung der anfangs 15 und ab 2001 insgesamt 28 Saarbahn-Fahrzeuge im Werk Ost der Deutschen Bahn AG in der Dudweiler Landstraße in Saarbrücken. Diese Betriebsstätte galt von Beginn an als Übergangslösung, da sie maßgeblich auf die Bedürfnisse der Züge der DB zugeschnitten war. Die Suche nach einem nach Ausstattung und Größe geeigneteren Ort für die Wartung und Instandhaltung startete deshalb bereits bei der Aufnahme der Planungen für das Saarbrücker Saarbahn-System.

Insgesamt unterzog die Saarbahn Netz GmbH 20 mögliche Standorte einer genaueren Betrachtung, von denen schließlich drei in die engere Wahl kamen, nämlich Saarterrassen, Werk Ost und Bahnhof Brebach.

Trotz optimaler betrieblicher Möglichkeiten fiel 2004 die Entscheidung gegen eine mögliche Werkstatt auf den Saarterrassen aufgrund zu kostspieliger Vormaßnahmen. Vom Standort Werk Ost nahm man 2005 wegen hoher Umbau-, Instandhaltungs- und Sanierungskosten an der vorhandenen Infrastruktur Abstand. 2006 wurde der Standort Brebach umso interessanter, da die Deutsche Bahn zusätzliche Gleisanlagen zur Verfügung stellen konnte.

Karte zur Standortauswahl

Standortauswahl für die neue Saarbahn-Werkstatt

Eine Machbarkeitsstudie belegte schließlich die Eignung der Fläche für das geplante Vorhaben.

Vorteile des Standortes Brebach:

  • Verfügbares Gelände der DB AG
  • Geeigneter Geländezuschnitt
  • Wirtschaftlich sinnvolle Baumaßnahme
  • Wegfall der Mietzahlung und der Kosten für die Abstellung von Fahrzeugen für die zuvor bereits genutzten Räumlichkeiten in Brebach
  • Räumliche Vereinigung von Abstellung, Reinigung, Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge zu kostenminimierten Bedingungen
  • Räumliche Zusammenlegung mit dem Fahrdienst
  • Gute Erreichbarkeit über das Straßennetz
  • Strategisch günstige Lage für Bedienung zukünftiger Ausbaustufen und für gute Anbindung an das Liniennetz

 

Im Vorfeld des eigentlichen Werkstattneubaus erfolgten umfangreiche Planungen. Diese betrafen Schienen und Weichen, Werkstatt mit Waschanlage und Nebengebäuden, Tragwerk und technische Gebäudeausrüstung, Oberleitung und Signalanlagen, Stützwände und Verkehrswege, die Anpassung des vorhandenen Stellwerks der DB sowie die Beleuchtung der Abstellanlagen.

Die Saarbahn-Werkstatt

Saarbahn Werkstatt

In den Jahren 2008/2009 gehörte der Abbruch des ehemaligen „Bananenschuppens“ zu den ersten Arbeitsschritten. Im Anschluss folgten die Anpassung der Beleuchtung sowie die Anlage des Geh- und Radweges in der Saarbrücker Straße durch den Bau einer Stützmauer. Sie dient als Ergänzung zu der ehemaligen DB-Rampe, die rückgebaut wurde.

Weil auf dem Gelände schützenswerte Reptilien gefunden wurden, siedelte man diese in ein eigens errichtetes Eidechsenhabitat aus Kalkstein an anderer Stelle des Areals um. Die Anpassung der Fahrleitung an Saarbahn-Anforderungen erfolgte schrittweise im Jahr 2010, ebenso der Rückbau vorhandener Gleise. Auch im Spurplanstellwerk der DB musste eine Reihe von Anpassungen vorgenommen werden. Im Anschluss an die Rohbauarbeiten folgte der Innenausbau. Zu erstellen waren Stahlelemente für Wartungsgruben, Arbeitsbühnen, Auflegekonstruktionen für den Gleisbau sowie Hebebühnen und Krananlagen.

 

Wichtige Umsetzungsschritte:

21. April 2008:

Erteilung der Plangenehmigungen

30. April 2008:

Kauf des Werkstattgeländes

7. November 2008:

 

Übergabe des Förderbescheides

November 2008:

 

Beauftragung der Planungsleistungen für die Ausführungsplanung

3. Juli 2009:

Spatenstich

17. November 2010:

 

Fertigstellung des Rohbaus und Richtfest

3. September 2012:

 

Fertigstellung und Inbetriebnahme

 

Während der gesamten Vorbereitungs- und Bauzeit lief der Fahrbetrieb der Deutschen Bahn und der Saarbahn wie gewohnt weiter.

Das entstandene Werkstattgebäude prägt mit seiner ansprechenden Außengestaltung den Bahnhofsbereich in Brebach neu und stellt eine gelungene Aufwertung des Umfeldes dar.

 

Sonderbeilage der Saarbrücker Zeitung zur Werkstatt-Eröffnung