Montag, 29. September 2014

Pressemitteilung des kommunalen Arbeitgeberverbandes zu den Tarifverhandlungen mit der GDL

Offizielle Pressemitteilung des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) zu den Tarifverhandlungen mit der GDL, 29.9.2014:

GDL ruft Lokomotivführer der Saarbahn mit dreisten Lügen erneut zum Streik auf – Fahrgäste sind Opfer des unredlichen Vorgehens der GDL

 

Mit der nachweislich falschen Behauptung, „der Arbeitgeber habe nach sechs Monaten sogar Lohnkürzungen oder nur eine marginale Lohnsteigerung für die meisten Beschäftigten“ der Saarbahn angeboten, hat die GDL am heutigen Montag die Lokomotivführer der Saarbahn GmbH zum zweiten Mal innerhalb von 4 Tagen zum Streik aufgerufen.

Richtig ist, dass die Arbeitgeberseite, für die der Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) die laufenden Tarifverhandlungen führt, der GDL bereits am Freitag, den 19.9.2014, ein weitreichendes Angebot unterbreitet hat, auf das die oben zitierte Behauptung aus den Streikaufrufen vom 26.9.2014.und 29.9.2014 nicht zutrifft.

Um die von Seiten der GDL alles andere als konstruktiv geführten Tarifverhandlungen nicht scheitern zu lassen, hat der KAV sogar ein Angebot mit drei Alternativen mit einem keineswegs nur marginalen Volumen vorgelegt:

In der Alternative 1 bietet die Arbeitgeberseite allen Beschäftigten eine gleichmäßige Entgelterhöhung von 3% für eine Laufzeit von einem Jahr an.

In der Alternative 2 bietet die Arbeitgeberseite allen Beschäftigten eine gleichmäßige Entgelterhöhung von insgesamt 5,5 % für eine Laufzeit von zwei Jahren an.

Auch in der Alternative 3 bietet die Arbeitgeberseite ein Gesamtvolumen von mindestens 5,5 % an. Tatsächlich beinhaltet dieses Angebot unterschiedliche Entgelterhöhungen für unterschiedliche Lohngruppen.

Grund dafür ist allerdings ausschließlich die Hauptforderung der GDL in diesen Tarifverhandlungen nach Einführung der Entgelttabelle des Bundesrahmentarifvertrages für Lokführer (BuRa-LfTV).  Die von der GDL ultimativ geforderte Überführung der derzeit bei der Saarbahn gültigen Entgelttabellen in den BuRa-LfTV bedingt – je nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe – Entgeltsteigerungen, die z.T. mehr als 10 % pro Beschäftigtem voneinander abweichen. Mit dieser Strukturänderung hat die GDL letztlich selbst unterschiedliche Entgeltsteigerungen gefordert.   

Dass die GDL die Alternativen 1 und 2 des Arbeitgeberangebotes völlig verschweigt  und in der Alternative 3 das kritisiert, was seine Ursache in ihrer eigenen Forderung hat, ist absolut unredlich.

 

Ansprechpartnerin:

Geschäftsführerin Barbara Beckmann-Roh

Kommunaler Arbeitgeberverband Saar