
Stadtbahn-Fahrzeug auf der Hebebühne in der neue Stadtbahnwerkstatt Brebach - VVS
Im Saarbrücker Ortsteil Brebach entsteht derzeit eine moderne Bahnwerkstatt. Neben dem Saarbahnausbau Richtung Lebach ist der Bau der Stadtbahnwerkstatt in Brebach das zweite große Infrastrukturprojekt der Saarbahn GmbH.
Pro Tag werden mit den Stadtbahnen und Bussen der Saarbahn GmbH ca. 142.000 Personen befördert. Davon entfallen ca. 40.000 Fahrgäste auf die Stadtbahnen. Insgesamt verfügt die Saarbahn GmbH zurzeit über 28 Stadtbahnwagen, die durchschnittlich eine Strecke von ca. 4.700 km pro Tag zurücklegen. Zur Optimierung des Betriebsablaufs und zur Kostensenkung hatte sich das Unternehmen für den Neubau einer Bahnwerkstatt entschieden.
Mit dem Neubau werden Wartung, Reparatur, Reinigung, Abstellung und Instandhaltung an einem zentralen Ort konzentriert. Die Einrichtung umfasst fünf Arbeitsstände, eine Waschanlage für Stadtbahnfahrzeuge, eine 11-gleisige Abstellanlage für 22 Stadtbahnfahrzeuge sowie Büro-, Schulungs- und Sozialräume für das Personal. Der Baukomplex ist genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten und verfügt über die neueste technische Ausstattung.
Das Werkstattgebäude wird baulich im Dezember 2011 fertig gestellt sein. Die Möblierung der Räumlichkeiten erfolgt noch Mitte Dezember.
Bereits jetzt sind die Arbeiten an der Waschanlage, die Unterflorhebeanlage und die Besandungsanlage abgeschlossen. Die Unterflurhebeanlage macht es möglich, dass ein Stadtbahn-Fahrzeug (Leergewicht 55 Tonnen, Länge 37,07 Meter, Breite 2,65 Meter) zu Wartungs- und Reparaturzwecken komplett angehoben werden kann. In der Besandungsanlage werden die Schienenfahrzeuge mit Sand befüllt, der zum Streuen von glatten Gefällstrecken während der Fahrt benötigt wird.
Diese und weitere Einrichtungen können jedoch planmäßig erst nach den behördlichen Abnahmen der einzelnen Gewerke genutzt werden. Diese Abnahmen und die probeweise Inbetriebnahmen erfolgen ab Dezember 2011. Die Fertigstellung der noch fehlenden beiden Außenlager und die Straßenbauarbeiten zur Herstellung der Zuwegung erfolgen - abhängig von der Witterung - voraussichtlich im 1. Quartal 2012. Die offizielle Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2012 stattfinden.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 25 Mio. Euro (netto). Das Land bezuschusst die Kosten für die Werkstatt in Höhe von rund 75 Prozent, Bund und Land fördern den Bau der Abstellanlage in Höhe von rund 90 Prozent.