Graffiti auf den Bahnen – Saarbahn setzt Belohnung aus
„Der ÖPNV für alle wird aktuell durch Vandalismus, Graffiti und Schmierereien beeinträchtigt – für Bürger, Fahrgäste und die Saarbahn selbst ein Ärgernis“, sagt Saarbahn Geschäftsführer Karsten Nagel. Die Sachbeschädigungen in und an den Fahrzeugen der Saarbahn sowie an Haltestellen und Fahrgastanzeigern haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Trotz kontinuierlicher Entfernungsmaßnahmen von den derzeit 15 einsetzbaren Saarbahn-Zügen sind aktuell neun mit illegalen Graffiti besprüht. Der materielle Schaden der letzten sechs Monate beläuft sich inzwischen auf über 100.000 Euro. Die Saarbahn bittet um Unterstützung bei der Aufklärung der Vandalismusschäden und setzt ab sofort eine Belohnung von bis zu 2.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.
Graffiti auf der Saarbahn - Saarbahn/Oliver Jose
Graffiti auf der Saarbahn - Saarbahn/Oliver Jose
Graffiti auf der Saarbahn - Saarbahn/Oliver Jose
Die Reinigungsarbeiten sind aufwendig und damit zeitintensiv. Sie müssen zudem von spezialisierten Fachfirmen durchgeführt werden. In dieser Zeit können die Bahnen nicht eingesetzt werden. Die Saarbahn hat bereits ihre Wachdienstmaßnahmen verstärkt. Dennoch bittet das Verkehrsunternehmen um Unterstützung gegen Graffiti. Unter der Rufnummer 0681 500-3311/-3321 kann man rund um die Uhr an sieben Tage die Woche Hinweise geben.
„Illegale Graffiti sind kein Kavaliersdelikt und in diesem Kontext – pardon – auch keine Kunst, sondern Sachbeschädigung. Wir appellieren an die Sprayer. Vermeiden Sie im Sinne aller ein Strafverfahren und hohe Schadenersatzforderungen“, so Nagel. „Wir gehen hier doppelt vor. Wir suchen das aktive Gespräch mit der Szene – vielleicht finden sich andere Flächen und die Möglichkeit, Graffiti als Kunst zu präsentieren. Ich stehe jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung. Mit Blick auf die Graffiti und Beschädigungen der Bahnen geht es uns hingegen sehr klar um eine strafrechtliche Verfolgung identifizierter Täter und letztlich dann hohe Schadensersatzansprüche.“
