Freitag, 2. Oktober 2026
Saarbahn weitet S1-Angebot im Ersatzkonzept deutlich aus
85 Prozent mehr Fahrleistungen im streikunabhängigen Schienenverkehr. S1 verkehrt im Rahmen des Ersatzkonzepts Montag bis Freitag bis 21 Uhr. Hierfür sind zusätzliche Fahrer und die neuen TramTrains im Einsatz.
Ersatzkonzept ab 5. Oktober deutlich ausgeweitet: 85 Prozent mehr Fahrleistungen. - Saarbahn /Iris Maurer
Ersatzkonzept ab 5. Oktober deutlich ausgeweitet: 85 Prozent mehr Fahrleistungen. - Saarbahn /Iris Maurer
Ersatzkonzept ab 5. Oktober deutlich ausgeweitet: 85 Prozent mehr Fahrleistungen. - Saarbahn /Iris Maurer
Mit dem ausgeweiteten Ersatzkonzept können Fahrgäste künftig auch außerhalb der bisherigen Schülerverkehrszeiten mit zusätzlichen sicheren Verbindungen zwischen Römerkastell und Riegelsberg Süd planen. „Wir wollen unseren Fahrgästen unabhängig von Streiks möglichst viele verlässliche Verbindungen anbieten. Deshalb haben wir das Fahrtangebot der S1 im Rahmen des Ersatzkonzepts deutlich erweitert“, sagt Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel.
Während der Schülerverkehrszeiten fährt die S1 quasi als Straßenbahn im Innenstadtbereich im 15-Minuten-Takt. Wie bisher werden aber auch die Fahrten nach Saargemünd und Lebach angeboten. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen bleibt zusätzlich weiterhin bestehen.
Zusätzliches Personal für mehr Fahrten
Für die Ausweitung des Angebots setzt die Saarbahn zusätzliches Personal ein. Acht Busfahrer, die Anfang dieser Woche erfolgreich die Prüfung zum Straßenbahnfahrer abgelegt haben, übernehmen Fahrten im Innenstadtbereich. Dabei kommen neue Fahrzeuge der zweiten Generation zum Einsatz.Auf den Außenstrecken zwischen Saargemünd und Brebach sowie zwischen Riegelsberg Süd und Lebach unterstützen zehn TramTrain-Fahrer aus Fahrschule, Werkstatt und Verwaltung den Betrieb.Zudem sollen bestmöglich alle TramTrain-Fahrer eingesetzt werden, die der GDL angehören. Sie übernehmen dann zusätzliche Fahrten und unterstützen damit den regulären Fahrplan, sofern die GDL nicht wieder zu Streiks aufruft.
Saarbahn reagiert auf anhaltende Streiks
Seit Ende Mai gab es insgesamt 38 Streikaufrufe und inzwischen über 900 Streikstunden. Seit dem 1. Oktober gilt bei der Saarbahn die sogenannte Tarifeinheit mit dem TV-N Saar als relevantem Tarifvertrag. Dies ist der Tarifvertrag aller kommunalen Verkehrsunternehmen im Saarland (Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Merzig-Wadern und Neunkirchen). Der TV-N ist ein modernes Tarifwerk für alle Beschäftigtengruppen der kommunalen Verkehrsunternehmen einschließlich dem Bahn-Bereich der Saarbahn GmbH. Die jüngsten Tarifverhandlungen des Kommunalen Arbeitgeberverbands und der Verkehrsunternehmen mit der Gewerkschaft ver.di wurden im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen, hierunter sind die Entgeltentwicklungen bis einschließlich 2028 vereinbart. Hinsichtlich der sogenannten Mantelregelungen ist die Laufzeit noch länger. Die nächsten Tarifverhandlungen sind im Jahr 2029.
Mit dem erweiterten Ersatzkonzept will die Saarbahn die Auswirkungen möglicher weiterer Streiks für ihre Fahrgäste abfedern. „Die GDL hat angekündigt, trotz des Tarifeinheitsgesetzes weiterhin auf Streiks zu setzen, um den Saarbahn-Betrieb maximal zu stören. Wie die Ausweitung des Ersatzkonzeptes zeigt: Das Team `Zukunftsfähige Saarbahn` steht zusammen und fährt für die Fahrgäste immer mehr. Wir halten unsern klaren Kurs!“, verspricht Nagel.
Fahrplan in der Saarfahrplan-App
Im Laufe der Woche werden die Fahrplandaten in der Saarfahrplan-App aktualisiert. Dort sind dann sowohl die Fahrten des Ersatzkonzepts als auch die regulären Verbindungen abrufbar. Die aktuellen Pläne des Ersatzkonzepts sind bereits online unter www.saarbahn.de/sev verfügbar.
Saarbahn kündigt weitere Verbesserungen nach den Herbstferien an
„Wir arbeiten aber bereits an weiteren Verbesserungen. Hierbei wird insbesondere auch der Einsatz von Gelenkbussen im Schienenersatzverkehr für die Zeit nach den Herbstferien geprüft. Wir sind hier sehr optimistisch, zeitnah weitere Verbesserungen ankündigen zu können. Dies gilt sowohl für die Verkehre, als auch für die Fahrgastinformation“, schließt Nagel ab.