Dienstag, 20. Oktober 2026

Saarbahn baut Ersatzkonzept weiter aus: Weitere Ausbildung von
Straßenbahnfahrern startet noch im Oktober

Zusätzliche Fahrer und zehn neue TramTrains bis Jahresende: Saarbahn stärkt Ersatzangebot der Linie S1 im Tarifkonflikt mit der GDL.  

Die Saarbahn baut ihr streikunabhängiges Ersatzkonzept weiter aus und startet im Oktober eine weitere Ausbildungsrunde für Straßenbahnfahrer. Busfahrer, die seit mindestens drei Jahren bei der Saarbahn tätig sind, können sich innerhalb von sechs Wochen zum Straßenbahnfahrer qualifizieren. Die Vollzeitausbildung soll Anfang Dezember mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen werden.

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Sobald die angehenden Straßenbahnfahrer ihre Ausbildung absolviert haben, dürfen sie Fahrgäste auf der Strecke zwischen Römerkastell und Etzenhofen befördern. - Saarbahn/Iris Maurer

Sobald die angehenden Straßenbahnfahrer ihre Ausbildung absolviert haben, dürfen sie Fahrgäste auf der Strecke zwischen Römerkastell und Etzenhofen befördern. - Saarbahn/Iris Maurer

Sobald die angehenden Straßenbahnfahrer ihre Ausbildung absolviert haben, dürfen sie Fahrgäste auf der Strecke zwischen Römerkastell und Etzenhofen befördern. - Saarbahn/Iris Maurer

Bis zum Jahresende sollen insgesamt zehn TramTrains der zweiten Generation zur Verfügung stehen. Eine entsprechende Lieferzusage des Herstellers Stadler liegt vor. Die Werksabnahme des siebten und achten Fahrzeugs in Valencia ist bereits erfolgt. Durch die gezielte Erweiterung des Fahrpersonals und Lieferung von weiteren TramTrains will die Saarbahn ihr streikunabhängiges und planungssicheres Ersatzkonzept der S1 stärken.

„Wir setzen weiterhin darauf, dass die GDL endlich das Tarifeinheitsgesetz akzeptiert und die Streikaufrufe unterlässt. Gleichzeitig bereiten wir uns darauf vor, unser streikunabhängiges Ersatzkonzept auszubauen. Wir wollen noch mehr Verbindungen in kürzeren Taktungen über einen längeren Zeitraum den Fahrgästen anbieten“, kündigt Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel an. 

Sechs Wochen bis zum Einsatz im Straßenbahnnetz

Die angehenden Straßenbahnfahrer werden Fahrgäste auf der Strecke zwischen Römerkastell und Etzenhofen befördern. Dieser Streckenabschnitt wird nach der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) betrieben.

Eine klassische Berufsausbildung zum Straßenbahnfahrer gibt es nicht. Die Qualifizierung erfolgt stattdessen betriebsintern und verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Fahreinheiten. Die Ausbildung dauert sechs Wochen und endet Anfang Dezember mit einer theoretischen und praktischen Abschlussprüfung. Bei ihren ersten Fahrten werden sie von erfahrenen Fahrlehrern begleitet.

Unterschiedliche Qualifikationen für Tram- und TramTrain-Fahrer

Die Ausbildung zum Straßenbahnfahrer unterscheidet sich von der Qualifizierung der TramTrain-Fahrer. Letztere absolvieren eine rund 14-wöchige Ausbildung und können anschließend sowohl auf Straßenbahnstrecken nach BOStrab als auch auf Eisenbahnstrecken nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) eingesetzt werden. Dazu gehören die Eisenbahnabschnitte zwischen Brebach und Hanweiler sowie zwischen Etzenhofen und Lebach.