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Saarbahn Netzausbau

Vom historischen Vorbild zur modernen Saarbahn

Saarbrücker Straßenbahn um 1900

Saarbrücker Straßenbahn um 1900

Die Geschichte beginnt mit den ersten Baumaßnahmen zur neuen Saarbahnstrecke im Jahr 1995 in der Saarbrücker Innenstadt. Ein Vorbild hatte man bereits: Die erste Saarbrücker Straßenbahn, die als Dampfstraßenbahn ihren Betrieb im Jahr 1890 aufnahm. Auch nach der Elektrifizierung und Modernisierung wurde die damalige Straßenbahn bis zum Jahre 1965 betrieben. Ein weiteres Vorbild hatte man in Karlsruhe gefunden, wo das Modell Trassenneubau in der Innenstadt und Mitbenutzung von DB-Strecken im Umland bereits praktiziert wurde. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen und die zunehmende Nutzung der Busse in den Folgejahren, begann man bereits Ende der 1980er Jahre mit der Planung einer neuen Regionalstadtbahn.

Stück für Stück wuchs das Netz in Saarbrücken

Saarbahn am Landwehrplatz Saarbrücken

Saarbahn am Landwehrplatz Saarbrücken

Im Oktober des Jahres 1997 war es dann soweit und der erste Teil der neuen Saarbahnstrecke, zwischen Sarreguemines und Saarbrücken wurde in Betrieb genommen. Die vorläufige Endhaltestelle war die Haltestelle Ludwigstraße, von wo aus die Bauarbeiten in Richtung des Cottbuser Platzes weitergingen, um den nächsten Teilabschnitt pünktlich im Jahr 1999 in Betrieb zu nehmen.

Eine Saarbahn über die Stadtgrenzen hinaus

Feierliche Eröffnung in Riegelsberg Süd

Feierliche Eröffnung in Riegelsberg Süd

Am 13. Novemver 2000 wurde die Strecke nach Siedlerheim eröffnet und nach nur einem Jahr weiterer Bauzeit erreichte am 24. September 2001 der erste Saarbahnzug die neue Endhaltestelle Riegelsberg Süd, welche für lange Zeit als vorläufige Endhaltestelle fungierte.

Neue Ziele: Ortsdurchfahrt Riegelsberg

Bauarbeiten in Riegelsberg / Saarbrücker Straße

Bauarbeiten Riegelsberg/Saarbrücker Straße

In den folgenden Jahren wurde am Weiterbau in Richtung Heusweiler und Lebach gearbeitet. Nachdem sich die Bauarbeiten schwieriger gestalteten als angenommen, konnte im September 2009 ein weiterer Teilabschitt zwischen Riegelsberg Süd und Walpershofen/Etzenhofen in Betrieb genommen werden. 

Die Saarbahn auf der historischen Köllertalstrecke

Neubau der 50m langen Eisenbahnüberführung Walpershofen

Neubau der 50m langen Eisenbahnüberführung Walpershofen

Von der Haltestelle Walpershofen/Etzenhofen aus ging es dann über die ehemalige Köllertalstrecke weiter in Richtung Heusweiler Markt. Bereits im Januar 2009 begann man auf dieser Strecke mit den Rodungsarbeiten und es war schnell klar, dass auch die ehemalige Eisenbahnbrücke über die Ortsmitte von Walpershofen für einen erneuten Betrieb neu gebaut und um über 40 Meter Spannweite vergrößert werden muss. Diese und andere Sanierungsarbeiten wurden 2010 durchgeführt, so dass die komplette Reaktivierung der Köllertaltrasse bis Heusweiler Markt im Sommer 2011 abgeschlossen war. Nach abgeschlossenen Testfahrten und Bauarbeiten wurde der Streckenabschnitt am 1. November 2011 für den Saarbahnverkehr eröffnet.

Neues Ziel erreicht: Heusweiler Markt

Arbeiten im Spitzeichtunnel zwischen Eiweiler und Landsweiler

Arbeiten im Spitzeichtunnel zwischen Eiweiler und Landsweiler

Nach der erfolgreichen Erweiterung bis Heusweiler Markt, bei der bereits viele Pendlerströme zwischen Heusweiler und der Landeshauptstadt Saarbrücken von der Straße auf die Schiene verlegt werden konnten, begannen die weiteren Bauarbeiten zur Erweiterung der Saarbahn. Die Tiefbauarbeiten zwischen Heusweiler und Lebach-Jabach wurden bereits im Januar 2011 begonnen und 2 große Projekte dieses Bauabschnittes konnten bereits fertiggestellt werden: Die Sanierung des Spitzeichtunnels und des Eiweiler Viaduktes. Die besonderen Schwierigkeiten lagen darin, dass die Trasse nur teilweise von der Straße zugänglich war und das viele kleinere Überführungen in die Jahre gekommen waren und saniert werden mussten. 

Der Feinschliff in Richtung Lebach

Arbeiten am Eiweiler Viadukt

Arbeiten am Eiweiler Viadukt

Die Sanierungen und Gleisbauarbeiten konnten größtenteils im Januar 2013 abgeschlossen werden. Anschließend begann man mit dem Bau der Oberleitungen und den Haltestellenaufbauten, der planmäßig Anfang 2014 abgeschlossen werden konnte. Nach genauen Erprobungen und Testläufen war es dann am 5. Oktober 2014 soweit, der Ausbau der Nord-Süd-Trasse wurde in Lebach feierlich beendet.