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Ihre Fahrgastrechte

Ansprüche von Fahrgästen bei  Fahrtausfall, Verspätung und versäumten Anschlüssen:

Haltestelle

Seit 2009 gilt das Fahrgastrechtegesetz. Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer haben dabei vor allem bei Verspätungen und Zugausfällen mehr Rechte. Dieses Gesetz beruht auf einer EG-Verordnung 1371/2007, die europaweit gültig ist. Es gewährt gesetzliche Ansprüche auf Entschädigung bei Zugausfällen und -verspätungen.

Für Fahrten in den Zügen der Saarbahn auf der Oberen Saarstrecke zwischen Sarreguemines Gare und Brebach sind Rechte und Pflichten der Fahrgäste nach der Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO) geregelt. Durch diese Regelungen werden ausschließlich Fahrkarten nach dem Saarbahn-Tarif (saarVV) erfasst, die zur Eisenbahnfahrt genutzt werden.

Die Fahrgastrechte, die dem Fahrgast durch Verspätungen erwachsen, werden nur wirksam, soweit die Ursache und Wirkung einer Verspätung im Bereich der tatsächlichen oder geplanten Eisenbahnbeförderung eingetreten ist.

Der Auszahlungsbetrag muss mindestens 4 Euro betragen, Fahrpreisentschädigung unter diesem Betrag werden nicht ausgezahlt.

Das Erstattungsformular, mit dem Sie Ihre Ansprüche nach den eisenbahnrechtlichen Regelungen geltend machen können, erhalten Sie im Kundenzentrum der Saarbahn, im Abo-Center der Saarbahn sowie als Download.

In welchen Fällen wird erstattet?

Dauert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wegen einer Verspätung oder eines Fahrtausfalls erheblich länger, als im Fahrplan vorgesehen, werden die Kosten für ein Taxi zum Zielort erstattet. „Erheblich“ bedeutet  im Eisenbahnverkehr von mehr als 60 Minuten. Bedingung außerdem: Es steht keine Fahrtalternative mit Bus oder Bahn zur Verfügung. Greifen diese Kriterien, erhalten Fahrgäste (siehe 2.) maximal 50 Euro Fahrtkosten für ein Taxi zum Ziel erstattet.

Wann gibt es wie viel Entschädigung?

Fahrgäste mit einem Einzelfahrschein haben Anspruch auf Entschädigung in Höhe von 25% (für eine Verspätung von 60 bis 119 Minuten) beziehungsweise 50% des Preises (für eine Verspätung ab 120 Minuten).
Bei Fahrkarten, die zu mehr als einer Fahrt berechtigen, wird als Entschädigung für eine Verspätung ab 60 Minuten eine Pauschale gezahlt: für eine Fahrt in der 2. Klasse 1,50 €; für eine Fahrt in der 1. Klasse 2,25 €.
Entschädigungszahlungen unter einem Betrag von 4,00 Euro werden nicht ausgezahlt. Bei Cards werden insgesamt höchstens 25% des tatsächlich gezahlten Preises entschädigt.

In welchen Fällen wird nicht erstattet?

Wenn die Verspätung oder der Fahrtausfall nicht auf das Verschulden eines Verkehrsunternehmens zurückgeht, also beispielsweise bei Unwettern, Bombendrohungen, Streik oder Suizid. Verspätungen aufgrund von angekündigten Straßen- und Streckensperrungen (siehe "Baumaßnahmen + Sonderverkehre + Verkehrshinweise" auf der Startseite) oder bei Eingriffen Dritter in den Nahverkehr sind ebenfalls nicht erstattungsfähig. Gleiches gilt, wenn die Verspätung oder der Fahrtausfall vor dem Ticketkauf bekannt ist.

Wie können Fahrgäste die Entschädigungsleistung in Anspruch nehmen?

Möchten Sie die Entschädigungsleistung in Anspruch nehmen, schauen Sie sich die genauen Erstattungsvoraussetzungen an und senden Sie das ausgefüllte Erstattungsformular zusammen mit einer Kopie der Fahrkarte und dem Originalbeleg der Taxiquittung an Saarbahn/Kundenbetreuung.

Beschwerde- und Schlichtungsstelle zu den Fahrgastrechten

Im Falle von Streitigkeiten aus der Beförderung durch die Saarbahn kann der Reisende die „Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e. V.“ für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland,
Mozartstr. 8, 55118 Mainz anrufen.